Herzlich Willkommen in der Wohnungs­bau­ge­nossen­schaft Neumark eG

Sie suchen eine Wohnung?

  1. in ruhiger Lage und dennoch zentral gelegen ?
  2. mit viel gepflegtem Grün zwischen den Wohngebäuden ?
  3. mit Wäscheplatz und Sitzmöglichkeit am Haus und Nebengelass zu Ihrer Wohnung ?
  4. eine modernisierte Wohnung mit vertretbarem Mietpreis ?
  5. Wohnen in Sicherheit, solange es Ihnen gefällt ?

Dann kommen Sie zu uns!

Wir zeigen Ihnen gerne unsere derzeit freien Wohnungen oder Sie lassen sich für Ihre Wunschwohnung vormerken.

Wir haben 14 Wohngebäude mit 73 Wohnungen von 37,7 bis 106,2 m² im Bestand, davon 24 Wohnungen mit Balkon. Alle Wohngebäude beherbergen 4-6 Wohnungen.

Unsere Genossenschaft liegt eingerahmt von einzelnen Eigenheimen, einer Eigenheimsiedlung und einer Gartenanlage. Einen Steinwurf entfernt stehen die Ober- und die Grundschule von Neumark. Das Ortszentrum können Sie in 5 Minuten erlaufen.

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...und hier wohnen wir

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65 Jahre WBG Neumark eG - unsere Chronik

Wohnen bei uns, gut, sicher, sozial verantwortbar – ein Leben lang

Die Wohnungsbaugenossenschaft Neumark eG wurde am 18. November 1954 unter dem Namen Arbeiter­wohnungs­bau­ge­nossen­schaft VEB Textilwerke Neumark durch damals 9 Mitglieder gegründet.

Als Genossenschaftsmitglieder nahmen sie sofort die eigenen, dringenden Wohnungsprobleme selbst in die Hand und wählten noch in der Gründungsversammlung ihren Vorstand und die Revisionskommission.

Zum Ende des Jahres 1954 zählte die Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft Textilwerke Neumark, kurz AWG, 17 Mitglieder. Mitglied in der Genossenschaft konnten damals nur Beschäftigte der Trägerbetriebe VEB Textilwerke Neumark, VEB Kesselbau Neumark, Fa. Herrmann Krauß jun. KG, Schönbach und ab 1957 auch Fa. Fritz Müller KG, Reichenbach, werden.

Noch im gleichen Jahr begannen die Mitglieder der AWG mit dem Bau der ersten zwei Wohngebäude mit insgesamt 10 Wohnungen, heute Dr. Wilhelm-Külz-Str. 13 und 21.

Täglich fanden sich Männer und Frauen nach deren Arbeit in den Betrieben, am Wochenende und in der Urlaubszeit zu schwerer körperlicher, zumeist Handarbeit zum Hausbau zusammen. Mit einfachsten Mitteln entstanden in den folgenden Jahren bis 1962 14 Wohngebäude. Auch viele Kinder der jungen Familien waren auf den Baustellen und eiferten den Erwachsenen nach, wie uns noch heute alte Fotos beweisen. Ohne die Unterstützung der Trägerbetriebe mit freiwilligen Einsätzen und Materiallieferungen wären die Arbeiten kaum möglich gewesen.


Neben vielen manuellen Arbeitsleistungen musste jeder Wohnungsbewerber für eine Wohnung ein Genossenschaftsanteil von 2.500 M als finanzielle Eigenleistung einbringen, ein Vermögen angesichts damaliger Löhne. Die Freude auf eine eigene Wohnung war so groß, dass die Eigenleistungen oft weit überschritten wurden, nur um voranzukommen. So wurden für die ersten 10 Wohnungen 7.588 Arbeitsstunden geleistet. Die Miete zu dieser Zeit betrug 0,51 M/m², d. h. für eine 3- Raum- Wohnung wurden 28,60 M verlangt.

Obwohl das Umfeld noch viel Arbeit offen ließ und bei schlechtem Wetter die Haustüre nicht immer trockenen Fußes zu erreichen war, ist es umso bemerkenswerter, dass die neuen Wohnungen einen zu dieser Zeit hohen Komfort besaßen: Bad mit Kohlebadeofen und WC, Küche mit Gas/Kohleherd, Kachelofen im Wohnzimmer und zu jeder Wohnung gehörte eine Bodenkammer und ein Keller, ein gewaltiger Qualitätssprung gegenüber damals zumeist üblichen Wohnverhältnissen. Später erhielten alle Wohnungen sogar noch einen Gas- Durchlauferhitzer für Warmwasser in der Küche und 1963 eine Waschmaschine und eine Wäscheschleuder jeweils für das ganze Haus. Für die Bauarbeiten wurden 2 Schubkarren angeschafft, eine Sense für alle musste genügen. In den folgenden Jahren bis 1962 wurden trotz drastischer Sparmaßnahmen – keine Schornsteine mehr im Schlafzimmer, keine Einbaubadewanne mehr, Fliesen als Exportware wurden eingespart - weitere 10 Wohngebäude errichtet:
Dr. Wilhelm- Külz- Str. 23, Wilhelm- Pieck- Str. 1, 3, 5, 7, 9, 11, Ernst – Thälmann- Str. 1/3, 2, und 5/7. Insgesamt gab es nun 76 Wohnungen, zu wenige für 133 Mitglieder. Die Wartezeit auf eine Wohnung dauerte mehr als 3 Jahre.


Begannen die Arbeiten mit dem Ziel, Wohnraum für die Werktätigen zu schaffen, endeten sie 1962 aus staatspolitischen Gründen, nicht etwa aus Mangel an Wohnungsbedarf. Alle Anstrengungen der folgenden Jahre galten der Unterhaltung der Wohngebäude und Wohnungen. Viele Bemühungen blieben erfolglos auf Grund der bestehenden Mangelwirtschaft in der DDR. Ergebnisse sind zumeist der Eigeninitiative und dem Engagement der Mitglieder zu verdanken.

Auch Rückschläge mussten verkraftet und überwunden werden: Ein Sturm 1958 brachte den Dachstuhl, die Schornsteine und die beiden Giebel eines Hauses zum Einsturz. Allen Anstrengungen zum Trotz beseitigten 36 Genossenschafter in 4.900 NAW-Stunden die Schäden. Nicht zufällig bilden in dieser Zeit einige Mitglieder der Genossenschaft eine Handwerker- und Reparaturbrigade. In ihrer Freizeit, nach Feierabend und an Wochenenden führten sie dringend notwendige Reparaturen an Badeöfen, an der Sanitärinstallation in der Wohnung und überall dort aus, wo es gerade nötig war.

Zwei Garagen wurden gebaut und als Werkstatt und Lager für die Reparaturbrigade eingerichtet, in 410 Arbeitsstunden entstand in einem Kellerraum des Hauses Wilhelm-Pieck-Str. 5 ein Geschäftszimmer. Dringende Reparaturen mussten mangels staatlicher Unterstützung immer wieder verschoben werden.

Ab 1962 bis 1967 haben viele unserer Mitglieder in Eigenleistung mit viel Engagement in der Freizeit eigene Garagen unweit der Wohngebäude auf zunächst gepachtetem Grundstück errichtet. Nach 1990 konnte das Grundstück erworben werden und es entstand eine Garageneigentümergemeinschaft.

1972 hatten endlich die sogenannten Aschegruben ausgedient, die vor jedem Haus gemauert waren, jeder Haushalt erhielt nun eine Mülltonne. In jedem Haus gab es Haus- und Brandschutzbücher. 1973 erhielt die AWG im Rahmen eines Pflegevertrages mit der Gemeinde jährlich 864,34 M für Arbeitsgeräte, Instandhaltung und Pflanzung. Diese Arbeiten wurden natürlich auch von den Mitgliedern und Mietern selbst ausgeführt. 1978 wurde ein 1. Rasenmäher angeschafft, wohlgemerkt einer für alle Wohngebäude, 1985 eine Schlagbohrmaschine und eine elektrische Schreibmaschine für die Verwaltungsarbeit. Die weiteren Jahre waren geprägt von Instandhaltung durch Eigeninitiative, Materialbeschaffung und viel Improvisation.

Mit der politischen Wende stand auch unsere AWG vor einer völlig neuen Situation. Das Genossenschaftsgesetz galt wieder und nach entsprechender Vorbereitung beschloss die Mitgliederversammlung 1990 die neue Satzung und die Eintragung in das Genossenschaftsregister unter dem Namen Wohnungsbaugenossenschaft Neumark eG. Gleichzeitig wurde der Aufsichtsrat gewählt und satzungsgemäß bestellt der Aufsichtsrat dann den Vorstand.

Wie viele andere in Sachsen wird auch unsere Genossenschaft Mitglied des Verbandes Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e.V. Als Dachverband ist er Interessenvertreter aller ihm angehörenden Genossenschaften. Mit der Entrichtung eines Mitgliedsbeitrages erhalten wir noch heute Hilfe und Unterstützung in rechtlichen, fachlichen, buchungstechnischen, u. a. Angelegenheiten.

Unverzüglich unternahm der Vorstand erste Bemühungen zum Erwerb des Grundstückes, auf dem die Gebäude der Genossenschaft stehen. War dies doch eine der wichtigsten Grundlagen für den Fortbestand unserer Genossenschaft. Frühzeitige Antragstellung, zielstrebige Bemühungen seitens der Genossenschaft, eine aufgeschlossene Einstellung des damaligen Gemeinderates und nicht zuletzt unseres Bürgermeisters, führten letztendlich zu dem Ratsbeschluss, dass die Genossenschaft ihr Grundstück für 1,00 DM/m² schon im April 1991 erwerben konnte.

Die genossenschaftlichen Ziele wie Selbstbestimmung, Selbstverwaltung und Selbsthilfe bekamen eine neue Bedeutung. Neben der früheren Orientierung auf Wohnungsversorgung und Bestandsverwaltung waren jetzt Sanierung und Wohnwertverbesserung wichtige Unternehmensziele.

Fortan begannen dann auch umfangreiche Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen auf der Grundlage eines vom Vorstand erarbeiteten Investitionskonzeptes, denn bis 1989 hatte sich ein beträchtlicher Instandsetzungsstau angesammelt. Die 1. und 2. Grundmietenverordnung von 1991 und 1993 ließen eine schrittweise Erhöhung der Grundmieten zu, bildeten sie doch die Grundlage für die dringend notwendigen Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen.

Alle unsere Wohngebäude erhielten nicht nur neue Dächer und neue Fassaden, sondern, auch Kellertrockenlegungen, sanierte Eingangs- und Hofbereiche, Fenster mit Wärmeschutzverglasung, neue Haus- und Nebeneingangstüren, Zentralheizungen mit Warmwasserversorgung einschließlich Erneuerung der Kalt- und Abwasserinstallation, Sprechanlagen zu den Wohnungen, neue Wohnungseingangstüren und renovierte Treppenhäuser.

2001 beschloss die Mitgliederversammlung die Einführung eines Miettreuebonus für langjährige Mietzeit und für nicht gekündigte weitere Geschäftsanteile, um die Attraktivität des Wohnens bei uns zu erhöhen. Später wurde dieses Dankeschön an alle wohnenden Mieter gestaffelt erweitert.

In einer Festveranstaltung 2004 feierte die Genossenschaft mit ihren Mitgliedern, Mietern und Geschäftspartnern ihr 50- jähriges Bestehen unter dem Motto: „Wohnen bei uns, gut, sicher, sozial verantwortbar – ein Leben lang“. Die Genossenschaft nutzte die Gelegenheit, um langjährig aktive Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat auszuzeichnen. Anlässlich des Jubiläums entstand in monatelanger akribischer Arbeit unsere Chronik, in die wir Interessierten gern Einsicht gewähren.

Bis heute konzentriert sich die Arbeit des Vorstandes der Genossenschaft auf solide Instandhaltung der Wohngebäude und Wohnungen zur Verbesserung des Wohnkomforts und des Wohnumfeldes. Am Haus Ernst- Thälmann- Str. 1/3 wurden moderne Balkone angebaut, sämtliche Briefkastenanlagen erneuert und einige Wohngebäude mit einer Blitzschutzanlage ausgestattet. Besonderes Augenmerk legen wir auch auf die Gestaltung und den Erhalt unseres grünen Umfeldes. Es ist unser Markenzeichen. Die Modernisierung von Wiederbezugswohnungen, die sich auch an den Wünschen potentieller Nachmieter orientiert, wird auch künftig hohe Priorität besitzen.

Die Lage unserer Wohngebäude, ein freundliches Umfeld und auch die vorgefundene Mieterstruktur, mit Sicherheit aber unsere stabilen Mieten, sind es, die letztendlich die Wohnung für einen neuen Mieter hoffentlich attraktiv werden lässt.